Marken fügen ihren QR-Codes Logos hinzu, um die Markenbekanntheit zu steigern und das Vertrauen der Verbraucher zu stärken. QR-Code-Logos sorgen für mehr Einheitlichkeit über alle Marketingkanäle hinweg und passen somit perfekt zu den aktuellen Marketingmaterialien. Gleichzeitig sind sie flexibel genug, um sie an wechselnde Themen und saisonale Werbeaktionen anzupassen.
Das Wichtigste beim Erstellen eines QR-Codes ist seine Scannbarkeit. Wie groß darf ein Logo also in der Mitte deines QR-Codes sein, bevor er nicht mehr gescannt werden kann? Die übliche Empfehlung lautet: nicht größer als 15–20 % des QR-Codes, und die „Augen“ (Ecken) des Codes dürfen niemals verdeckt werden. QR-Codes können gescannt werden, solange nicht mehr als 30 % des Codes oder die „Augen“ beschädigt sind.
Daher lässt sich Branding erfolgreich mit der Lesbarkeit in Einklang bringen.
Warum Logos in QR-Codes funktionieren
QR-Codes sind so konzipiert, dass sie über eine Fehlerkorrektur verfügen. Das heißt, wenn der Code durch etwas verdeckt wird – etwa durch Beschädigungen oder Verschmutzungen –, kann er trotzdem noch gescannt werden. Wenn das Logo also mehr als etwa 20 % der Fläche des QR-Codes einnimmt, gehst du ein Risiko ein. Es ist ganz einfach, ansprechende und funktionale QR-Codes mit Logos zu erstellen, die nicht größer als 15 % sind. Das bedeutet, dass wir einen Teil dieses Raums für die Fehlerkorrektur nutzen.
Der Zauber der Fehlerkorrekturstufen bei QR-Codes
Dank der Fehlerkorrektur können die im QR-Code enthaltenen Daten auch dann noch erfolgreich gescannt werden, wenn nicht jedes einzelne Modul sichtbar ist. Solange die Größe deines QR-Code-Logos also innerhalb der Parameter für die Fehlerkorrektur bleibt, ist alles in Ordnung.
Für die Größe eines QR-Code-Logos werden 15–20 % empfohlen. Du solltest es auf höheren Ebenen nicht übertreiben, damit der Code nicht beschädigt wird. Codes können leicht zerkratzt oder verbeult werden, wenn sie auf Oberflächen wie Tischen oder auf Versandkartons aufgedruckt sind.
Die vier Fehlerkorrekturstufen
QR-Codes unterstützen vier Einstellungen zur Fehlerkorrektur:
Stufe | Ungefähre Wiederherstellungskapazität | Typischer Anwendungsfall |
L (Niedrig) | 7% | Übersichtliche digitale Anzeigen, maximale Datenkapazität |
M (mittel) | 15% | Allgemeine QR-Codes |
Q (Quartil) | 25% | QR-Codes, die mäßigen Abnutzungserscheinungen oder Anpassungen ausgesetzt sind |
H (Hoch) | 30% | Markenspezifische QR-Codes und schwierige Umgebungen |
Korrekturmodus „Level H“
Hier geht es um Korrekturstufen im Vergleich zur tatsächlichen Größe des QR-Codes. QR-Code-Generatoren schalten beim Hinzufügen eines Logos auf die hohe Fehlerkorrektur (H) um, da der Scanner so mehr fehlende Daten rekonstruieren kann. Das bietet den größten Spielraum für Branding-Elemente, sodass die Toleranz zusätzliche Faktoren wie Formen, Farben, Druckfehler, dunkle Beleuchtung usw. ausgleichen kann. Das bedeutet aber nicht, dass du tatsächlich ein Logo hinzufügst, das 30 % der Größe des QR-Codes einnimmt. Du solltest die Größe deines QR-Code-Logos weiterhin bei 15–20 % halten. QR-Codes der Stufe H bedeuten, dass eine Wiederherstellungskapazität von 30 % vorhanden ist – nicht, dass die Größe des QR-Code-Logos diesem Prozentsatz entsprechen sollte. Ohne hohe Fehlerkorrektur würde die Scanleistung sinken.
Daher sind die Größe des QR-Code-Logos und die Fehlerkorrekturstufen nicht dasselbe.
Dichte vs. Größe des QR-Code-Logos
Je mehr Daten ein QR-Code speichert, desto mehr Module benötigt er, um die Informationen zu kodieren. Das solltest du auch beim Drucken von QR-Codes beachten, da du dabei die Größe des Druckträgers berücksichtigen musst. Um nicht vom Thema abzukommen: Die Dichte spielt eine Rolle. Ist dein QR-Code also zu groß, deckst du mehr Module ab, die Daten speichern müssen, was die Scanbarkeit beeinträchtigen kann. Aus diesem Grund verwenden QR-Code-Generatoren einen URL-Kürzer, insbesondere bei URLs mit UTM-Parametern, da die Kodierung von mehr Daten zu einem dichteren Code führt.
Geringere Dichte = höhere Scanleistung.
Das heißt aber nicht, dass du die Informationen reduzieren musst. Du kannst dich trotzdem von der Konkurrenz abheben und hochwertige, langlebige QR-Codes mit vielen Informationen erstellen, wie zum Beispiel die, die in GS1 Digital Link-QR-Codes und Multi-Link-QR-Codes gespeichert sind. Achte nur darauf, dass die Größe deines QR-Code-Logos 20 % nicht überschreitet.
Leistungsfaktoren abgesehen von der Größe des QR-Code-Logos
- Verwende kontrastreiche Farben, damit es gut gescannt werden kann. Neutrale Farben lassen sich nicht gut scannen.
- Verwende einen URL-Kürzer, der bei den meisten QR-Code-Generatoren automatisch integriert ist.
- Erstelle dynamische statt statische QR-Codes. Dynamische QR-Codes sind editierbar und können eine höhere Datendichte verarbeiten. Außerdem bieten sie mehr QR-Code-Typen und QR-Code-Tracking – was wichtig ist, um zu sehen, wie viele Scans du erhältst, wann und wo diese stattfinden, und um Kampagnen effektiv anzupassen.
- Ein größerer physischer Code lässt ein größeres Logo zu, wenn man die oben genannten Faktoren berücksichtigt.
- Die Anforderungen an die Ruhezone betragen das Vierfache der Größe eines Moduls rund um den Code und werden auch als „Weißraum“ bezeichnet.
Teste den QR-Code
Teste den Code vor dem Drucken auf verschiedenen Geräten. Beim ersten Test sollst du sicherstellen, dass er gescannt werden kann und deine URLs korrekt verlinkt sind. Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Code zu veröffentlichen, der nicht funktioniert.
Du solltest auch die Druckgröße im Hinblick auf den Abstand berücksichtigen.
Beim zweiten Scan auf gedruckten Materialien kannst du überprüfen, ob das Druckmaterial geeignet ist. Weitere Informationen findest du in unserer Anleitung zum Drucken von QR-Codes. Wenn du den Code auf verschiedene Materialien druckst, mach erst einen Testdruck auf einem Material und scanne ihn, bevor du mehrere Exemplare druckst. Das gilt für Verpackungen, Flyer, Visitenkarten usw.